Peter Sodann

Peter Sodann

Aufgewachsen in Weinböhla in der Nähe von Meißen, studierte der aus einer Arbeiterfamilie stammende Peter Sodann zunächst Jura, bevor er 1959 an die Theaterhochschule Leipzig wechselte. Er leitete das Studentenkabarett „Der Rat der Spötter“, das 1961 als konterrevolutionär eingestuft und aufgelöst wurde. Nach Verhaftung und Gefängniszeit absolvierte er 1962 eine Ausbildung zum Spitzendreher und setzte 1963 sein Schauspielstudium fort. Heute kennen ihn die meisten als den Tatort-Kommissar Bruno Ehrlicher. Doch Peter Sodann ist viel mehr: Regisseur, Bauherr und vor allem Visionär. Von 1980 bis 2005 schuf er als Intendant des „neuen theaters“ Halle die Kulturinsel, die ein kulturelles Zentrum mit vier Bühnen in Halle/Saale war. Peter Sodann ist auch ein zutiefst politischer Mensch. In seinen Büchern „Maireden und andere Provokationen“ und „Der Zettelkasten“ äußert er sich zur Lage der Nation mit viel Humor und doch voller Ernsthaftigkeit. Ausflüge in die Vergangenheit unternimmt er in seinem Buch „Keine halben Sachen: Erinnerungen“, das 2008 erschienen ist. Seit August 2005 ist Peter Sodann „Botschafter“ des Kinderhospiz‘ Mitteldeutschland; 2006 übernahm er den Vorsitz des neu gegründeten Fördervereins des Karl-May-Hauses in Hohenstein-Ernstthal „Silberbüchse e.V.“. Gleichzeitig ist Peter Sodann Vorsitzender eines von ihm gegründeten Vereins zum Aufbau einer Bibliothek mit Büchern, die vom 8. Mai 1945 bis zum Tag der Maueröffnung in der DDR erschienen sind und dort über oder unter dem Ladentisch verkauft wurden.

CD 1: Der Rabe Kuikynnjaku • Korjakenmärchen
CD 2: Held Wohlsinn • Tibet


(c) Foto: Peter Sodann